Workshop zum Umgang mit Diskriminierungen im Alltag
Start: 10. Oktober 2026
Essen
Macht ist allgegenwärtig und unsichtbar. Wir sind ihr andauernd ausgesetzt, fast immer ohne dass sie uns bewusst ist oder als Macht benannt wird. Wie wir behandelt werden, welche Erfahrungen wir mit anderen Menschen machen, hängt von unserer Position im gesellschaftlichen Machtgefüge ab. Diese Macht- und Herrschaftsverhältnisse zeigen sich über individuelle Begegnungen hinaus auch in gesellschaftlichen Strukturen, die bestimmte Gruppen systematisch benachteiligen und anderen Zugang zu Ressourcen und Teilhabe sichern.
Um Jugendlichen ein Verständnis davon zu vermitteln, dass die Erfahrungen, die sie machen – vor allem mit rassistischen, sexistischen, homophoben und klassistischen Diskriminierungen – in einem größeren Zusammenhang stehen und eng mit Macht verflochten sind, sprechen wir über die gesellschaftliche Ebene von Diskriminierung. Wir öffnen den Raum, über Erfahrungen zu sprechen, ohne dabei in den Mittelpunkt gestellt oder auf eine Bühne gezerrt zu werden. Wir zeigen, dass man an negativen Erfahrungen nicht schuld ist und dass man mit ihnen nicht allein ist. Wir legen Wert darauf, Umgangsweisen mit Diskriminierung und anderen Betroffenheiten zu vermitteln, um nicht in einem Gefühl der Machtlosigkeit steckenzubleiben.
Mit einem Fokus auf Empowerment und Solidarität als Gegenmacht im letzten Teil der Veranstaltung zeigen wir, dass man der Macht nicht ausgeliefert ist, sondern dass man sich individuell und gemeinsam Strategien aneignen kann, die selbstwirksam, widerstandsfähig und stark machen. Wir ermöglichen den Teilnehmenden eine Reflexion ihrer Erfahrungen und eine gemeinsame Diskussion über Handlungsmöglichkeiten.
Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Stiftung Overdyck.
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Paul Schierle (er/ihm)
Referent für politische Bildung
Fokus: Digitalisierung und Klimagerechtigkeit
Tel. 06081 91 273 25
Fax 06081 91 273 29
paul.schierle@basa.de
